Freilichtmuseum Römischer Gutshof

Freilichtmuseum Römischer Gutshof

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Einer der größten freigelegten Gutshofanlagen in Süddeutschland

Die Rekonstruktion bei Büßlingen zeigt das Hofareal mit neun Steingebäuden und dem Hofweg.

Nicht nur die mittelalterlichen Stadtanlagen der Stadt Tengen, Stadt Tengen-Hinterburg oder der Stadt Blumenfeld prägen die Hegau Alb, auch der Römische Gutshof ist ein Zeichen der langen Besiedlungsgeschichte in dieser herrlichen Vulkanlandschaft.

Der Römische Gutshof Büßlingen liegt an der Straße Singen - Storzeln - Büßlingen. Der Gutshof ist in Grundmauern nahezu komplett restauriert. Das Gewann "Hochstraß", das sich unmittelbar westlich anschließt, könnte auf eine vorbeiziehende römische Straße hinweisen. Das 5,4 ha große Hofareal ist etwa 1/6 flächig ausgegraben. Der Gutshof ist die bislang zweitgrößte Anlage seiner Art in ganz Baden-Württemberg und Bayern. 10 ausgegrabene Steingebäude können insgesamt dort besichtigt werden.

Die "Villa Rusticae" wurden in der Regel in der Nähe eines Flüsschens oder einer Quelle erbaut. In der Nähe befanden sich größere Ortschaften und wenn möglich stark befahrene Straßen. Das Hofareal war mit einer niedrigen Mauer eingefasst. Um das Haupthaus gruppierten sich Wohn- und Wirtschaftsbauten.

Im Gegensatz zu heute war die Landwirtschaft in römischer Zeit der bedeutendste und wichtigste Wirtschaftszweig. Mit den landwirtschaftlichen Produkten aus diesen unzähligen Gutshöfen wurde die Bevölkerung in Städten, Dörfern und Militäranlagen versorgt.

Das Haupthaus liegt zentral im Hofareal.

Entlang seiner westlichen, südlichen und östlichen Front reihen sich insgesamt 10 Räume an, von denen zwei mit einer Boden-Wandheizung versehen waren. Ein nahezu 600 qm großer teilüberdachter Innenhof bildet den größten Teil des Hauptgebäudes.

Gegenüber dem Herrenhaus befindet sich der Tempel.

Das zu einer Villa zwingend dazugehörige Badegebäude liegt nahe an der südlichen Umfassungsmauer. Der Umkleideraum und das Kaltbad mit Kaltwasserbecken befinden sich im westlichen Teil des Gebäudes, Laubad und Heißbad im östlichen Teil. Es wurde über einen vorgelagerten Heizraum beheizt. Verblüffend ist, wie die damaligen Heiz- und Wärmesysteme den heute nach neuesten Erkenntnissen praktizierten Heiz- und Wärmetechniken ähneln.

Aufgrund der Münz- und Keramikfunde scheint das Gründungsdatum um 75/80 nach Christus gesichert. Das Ende des Gutshofes lässt sich mit Hilfe eines 99 Münzen umfassenden Münzschatzes aus einem Gebäude frühestens in das Jahr 263 nach Christus festlegen.

 


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