Weinbau am Rhein

Weinanbau in Gailingen am Hochrhein gehört wohl zu den südlichsten Gemeinden Deutschlands, ziemlich genau zwischen den Schweizer Touristikmetropolen Stein am Rhein und dem Rheinfall bei Schaffhausen. Das über 1000 Jahre alte Dorf befindet sich auf dem sonnenreichen Südhang am Fuße des auf 627 m ansteigenden Rauhenberges. Auf der Gemarkung Gailingen am Hochrhein teilen sich vier Anbauer insgesamt 35,00 ha Rebfläche. Die Südhänge des Rheines lassen die Trauben auf eiszeitlichen, sandigen Moräneböden zu besonderen Qualitäten heranreifen.

Im Jahre 1275 wurde erstmals durch eine Schenkungsurkunde das Vorhandensein von Weinbergen dokumentiert. Die Vermutung liegt aber nahe, dass davor schon seit Jahrhunderten Weinbau betrieben worden war. Dabei spricht auch das Vorhandensein zahlreicher Klöster am Gestade von Bodensee und Hochrhein für eine entwickelte Weinkultur vor dem genannten Zeitpunkt.

Um 1500 zählte der Bodenseeraum bis Schaffhausen zu den größten Weinbaugebiete Deutschlands. Für die zwischen Rebbergen förmlich eingebettete Stadt Schaffhausen war, der Weinzoll neben dem Salzzoll der wichtigste Posten der städtischen Einnahmen.

Die gesamte Gailinger Rebfläche betrug um 1873 rund 35 ha, 1904 waren davon nur noch 27 ha vorhanden. Bis 1968 ging die Fläche auf nur noch 0,5 ha zurück. Keine der einstmals vorhandenen Trotten und Privatkeltern war mehr in Betrieb. Anfang der 1980er Jahre wurden die Wiederbepflanzung der Rebhänge in Angriff genommen. Heute verfügt Gailingen über insgesamt 35 ha Rebfläche mit vier Weingütern.

In Gailingen werden die Sorten Blauburgunder, Müller-Thurgau, Grauburgunder, Weißburgunder, Cabernet Mitos, sowie Sauvignonblanc und Riesling angebaut.


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