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Vincent will Meer

Do 19.11.2020 , 20:00
Wo
Stadthalle
Hohgarten 478224 Singen
Veranstalter
Kultur und Tourismus Singen
Tel. +49 (0)7731 85-262 oder -504

Schauspiel von Florian David Fitz nach seinem gleichnamigen Film

Regie: Ralph Bridle

mit Till Demtrøder (Bild), Marina Weis, Theresia Horeis u. a.

Hamburger Kammerspiele

Es war der letzte Wunsch von Vincents Mutter: noch einmal ans Meer. Deshalb ist Vincent jetzt fest entschlossen, zumindest ihre Asche an die italienische Küste zu bringen. Doch zuerst muss er aus der psychiatrischen Klinik ausbrechen, in die ihn sein Vater eingewiesen hat. Dieser steckt als aufstrebender Lokalpolitiker mitten im Wahlkampf und ein erwachsener Sohn mit Tourette-Syndrom passt nicht zum Bild des erfolgreichen Machers. Zusammen mit der magersüchtigen Marie und dem zwangsneurotischen Alex klaut Vincent das Auto der Ärztin Dr. Rose und macht sich auf die Reise nach Italien.

Der Aufbruch ins Ungewisse stellt das flüchtige, von Vincents Vater und Dr. Rose verfolgte Trio vor große Herausforderungen: Vincent kann seine Äußerungen nicht kontrollieren und stößt immer wieder Schimpfwörter aus, Alex fürchtet sich vor Bakterien, Marie vor Nahrung und beide fürchten den Kontrollverlust. So entstehen Momente von großer Zartheit und absurder Komik – aber auch existenzieller Not. Keiner der drei ist es gewohnt, auf sich selbst gestellt zu sein, und während Vincent und Alex massiv in Streit geraten, wird Maries Nahrungsverweigerung lebensbedrohlich.

Florian David Fitz ist Drehbuchautor, Schauspieler und Regisseur. „Vincent will Meer“, sein erstes Drehbuch, wurde mit ihm in der Titelrolle verfilmt. Der Film, der 2010 in die deutschen Kinos kam, war im Erscheinungsjahr die erfolgreichste deutsche Kinoproduktion und wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bayerischen Filmpreis für das beste Drehbuch. Berührend, witzig und respektvoll erzählt „Vincent will Meer“ vom Leben dreier Menschen mit Handicap.

Die Theaterfassung hält sich dicht an die filmische Vorlage, beginnt ebenso als Komödie und wird zunehmend emotionaler. Videoinstallationen simulieren den abenteuerlichen Roadtrip der drei Protagonisten und ihren Verfolgern durch Regen und Sonne, Berge und Wiesen bis hin zum Meer. Die Welt lobte insbesondere die schauspielerische Leistung: Vincents Vater, dargestellt von Till Demtrøder, sei gerade in den stillen, undramatischen Szenen beeindruckend und auch die drei jungen Schauspieler seien von Anfang an glaubwürdig; „sie  berühren und amüsieren“ gleichermaßen. Das Kulturmagazin „Opus“ befand: „Das moderne Stück unterhält, es weckt auf und es öffnet den Blick in eine Thematik, die selten auf der Bühne zu sehen ist und vor der auch im Alltag gerne die Augen verschlossen werden“.

Buchen können wegen der stark begrenzten Platzzahl unter Corona-Bedingungen zunächst bevorzugt die Abonnenten. Falls darüber hinaus Plätze verfügbar sind, werden diese kurzfristig im Freiverkauf angeboten.

Foto: Anatol Kotte



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