Bild zur Veranstaltung
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Stephan Hasslinger - Paisley. Zucker für den Raum.

Sa 14.04.2018
bis
So 01.07.2018
Wo
Kunstmuseum Singen
Ekkehardtsr. 1078224 Singen
Öffnungszeiten
Di - Fr: 14-18 Uhr / Sa-So: 11-17 Uhr / Feiertag: wie Wochentag
Eintrittspreis
5€ / 3€ ermäßigt/ Kinder bis 7 Jahre: frei / Donnerstags: Für alle Besucher frei / Familie: 6€ / 11€
Veranstalter
Kunstmuseum Singen
Tel. +49 (0) 7731 85 271
Fax +49 (0) 7731 85 373
E-Mail an den Veranstalter
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Stephan Hasslinger, Paisley, 2017 Keramik und Glasuren, © Stephan Hasslinger

Stephan Hasslinger, Delfter Maske, 2016 Keramik, Glasuren und Platin © Stephan Hasslinger

Stephan Hasslinger, Lady Gagas Kleid, verkehrt, 2012, Keramik und Glasuren und Mandarin, 2013, Keramik, Glasuren und Platin © Stephan Hasslinger

Stephan Hasslinger, Nagelspitze, 2016 Keramik und Glasuren, © Stephan Hasslinger

In Stephan Hasslingers (*1960) Werk zeigt sich die zeitgenössische Plastik von ihrer glänzenden, verführerischen, ja erotischen Seite. Dabei arbeitet der Künstler mit dem für Bildhauer eher ungewöhnlichen Material Ton. Seine keramischen Plastiken – aufgebaut aus ineinander verhakten Ornamentmustern, die er mit einzelnen, glatten Flächen kombiniert – überzieht der Bildhauer mit farbigen Glasuren und glänzenden Lacken, die den Betrachter förmlich anspringen.

Mit aberwitzigem Zuckerbäcker- und Konditorenwerk, barocken Grotesken, Hüllen des Begehrens, fetischartigen Objekten sind Hasslingers Plastiken verglichen worden. Tatsächlich findet er viele seine motivischen Anregungen im Feld der Maschen und der Mode. Die geschauten „Zünder“ aber verwandelt Hasslinger in hybride Objekte, die allesamt, einer äußeren Haut vergleichbar, eine leeres Inneres umschreiben. Im Prozess der Transformation reichert er seine Gebilde weiter an und überführt sie in Wirklichkeiten eigener Ordnung. Hasslingers Plastiken sind eine einzige Feier des Sinnlichen und bezeugen die ungebrochene Faszination am Fremd-Phantastischen.

Indem Stephan Hasslinger die herkömmlichen Abgrenzungen zwischen Kunst und Kunstgewerbe ignoriert und die Konventionen innerhalb der Gattung wie auch gängige Erwartungen des Publikums lustvoll unterwandert, hat er die Grenzen der Gattung neu ausgelotet. Und er tut dies, wie die neuesten - im Kunstmuseum Singen gezeigten - Arbeiten bezeugen, mit seinen opulent-überbordenden, äußerst sinnlichen, rundplastischen Objekten und seinen farbig schillernden Boden- und Wandarbeiten bis heute. Zu ganzen Ensembles zusammengestellt und choreografiert treten sie in der Ausstellung auf, als schwebten sie wie Models auf einer Bühne ein.

Während der gleichen Laufzeit zeigt das Kunstmuseum Singen parallel zu "Stephan Hasslinger - Paisley. Zucker für den Raum." die Ausstellung "Jáchym Fleig - Besatz. Plastik und Interventionen in den Raum.": Im Verbund präsentieren die beiden Ausstellungen zwei Positionen der zeitgenössischen Bildhauerei wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, denen aber die Erweiterung des gängigen Skulpturenbegriffs auf je eigene Weise gemeinsam ist.



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