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Nostalgisch

Sa 22.04.2023 , 20:00
Wo
Stadthalle
Hohgarten 478224 Singen
Veranstalter
Kultur und Tagung Singen
Tel. +49 (0)7731 85-504
E-Mail an den Veranstalter
Vorverkauf ab 1. August 2022
Abo-Service & Ticketing, +49 (0)7731 85-504
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Symphoniekonzert

Einführung um 19.15 Uhr mit Intendantin Insa Pijanka

Solist: Emanuel Graf, Violoncello
Dirigent: N.N.
Südwestdeutsche Philharmonie, Konstanz

Antonin Dvořák (1841-1904): Konzert für Violoncello und Orchester, h-Moll op. 104
Johannes Brahms (1833-1897): Symphonie Nr. 2, D-Dur op. 73


Das Cellokonzert ist das letzte große Werk, das Antonín Dvořák während seines dreijährigen Amerika-Aufenthalts schrieb. In der Musik steckt alles, was wir an Dvořák lieben und schätzen: wunderbar gesangliche Themen, oft angehaucht von den Melodien aus Dvořáks Heimat Böhmen, große dramatische Steigerungen, lyrische Gänsehaut- Stellen, eine fein ausgeklügelte Instrumentation. Und für den Cellisten jede Menge Gelegenheiten, die Qualitäten seines Instruments zu zeigen, mal mit virtuosen Sprüngen, Läufen und Doppelgriffen, dann wieder mit schwelgerischen langsamen Passagen, die ganz vom Gesang inspiriert sind. Wenig passend scheint da Dvořáks Aussage über das Cello zu sein, es sei „Ein Stück Holz, das oben kreischt und unten brummt“«. Jahrelang lehnte er alle Anfragen von Cellisten ab, die ihn um ein Solokonzert baten. Das Cello sei ein gutes Orchesterinstrument, hätte aber keine guten Voraussetzungen für die Solistenrolle. Ironie der Geschichte, dass ausgerechnet Dvořák dann doch das Cello in die erste Reihe hob und damit alle von ihm selbst so lange erwogenen Einwände Lügen strafte.

Nach dem großen Erfolg seiner 1. Symphonie, um die Johannes Brahms nicht weniger als 23 Jahre gerungen hatte, schwamm er förmlich im symphonischen Fahrwasser. Seine 2. Symphonie stellte er innerhalb von nur vier Monaten fertig. Er hatte mit seinem symphonischen Erstling bewiesen, dass sich – auch ohne Epigone Beethovens zu sein –, noch Symphonien komponieren ließen. Der lähmende Zwang zur Abgrenzung und stilistischen Identitätsfindung war von ihm abgefallen. Weiterhin begünstigend wirkte sich aus, dass Brahms im Jahr 1877 seine Sommerferien erstmalig am Wörthersee verbrachte. Dies war offensichtlich ein inspirierender Ort: „»Da fliegen die Melodien, dass man sich hüten muss, keine zu treten“, scherzte Brahms. Die Heiterkeit dieser sonnigen Seenlandschaft Kärntens ist in der 2. Symphonie hörbar und machte das Werk schnell zu Brahms‘ beliebtester Symphonie.

Der am Chiemsee lebende deutsch-schweizer Cellist Emmanuel Graf wird von der internationalen Presse als herausragendes Talent seiner Generation mit beeindruckender Technik, Sensibilität und einem farblich-dynamischen Klang gefeiert. Noch während des Studiums in Dresden und Weimar wurde er 1. Solocellist an der Royal Danish Opera Kopenhagen. Seit 2014 ist er als 1. Solocellist an der Bayerischen Staatsoper München unter Kirill Petrenko in Festanstellung engagiert. Von der Kunststiftung Baden-Württemberg, der Ernst-Göhner-Stiftung und der Schweizer Kulturstiftung erhielt Graf Stipendien im Rahmen der Förderung junger, hochbegabter Musiker. Heute engagiert sich der Cellist für die Förderung junger Nachwuchstalente. So übernahm er die Leitung der 12 internationalen Cellisten der Cellifamily, einem Ensemble, welches CellistInnen aus allen Ländern verbindet.


Foto: Johannes Raab



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