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Künstlerseele

Sa 24.09.2022 , 20:00
Wo
Stadthalle
Hohgarten 478224 Singen
Veranstalter
Kultur und Tagung Singen
Tel. +49 (0)7731 85-504
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Symphoniekonzert
Einführung mit Intendantin Insa Pijanka um 19.15 Uhr

Solist: Maximilian Hornung, Cello
Dirigent: Marcus Bosch
Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz

Mieczysław Weinberg (1919-1996): Konzert für Violoncello und Orchester op. 43

Hector Berlioz (1803-1869): Symphony fantastique op. 14
(„Épisode de la vie d’un artiste, symphonie fantastique en cinq parties“ / „Episode aus dem Leben eines Künstlers, fantastische Sinfonie in fünf Teilen“)

Bis vor wenigen Jahren war der polnische Komponist Mieczyslaw Weinberg im deutschen Musikleben fast unbekannt. Dabei beeindruckt die Ernsthaftigkeit und tiefe Emotionalität seiner Werke, welche eng mit seiner Biografie verbunden sind: 1938 aus dem Warschauer Ghetto geflohen, blieb er in seiner Familie der einzige Überlebende des Holocaust. „Ich betrachte es als meine moralische Pflicht, über den Krieg und über die schrecklichen Dinge zu schreiben, die den Menschen in unserem Jahrhundert widerfahren sind“, sagte Weinberg einmal. Das 1948 komponierte Cellokonzert, das Mstislaw Rostropowitsch gewidmet ist, ist in seiner Melodik und Emotionalität wunderbar mitreißend.

Durch die Literatur Goethes sowie durch die Symphonik Beethovens wurde Hector Berlioz zu seinem bedeutendsten Werk inspiriert: der „Symphonie fantastique“. Im Mittelpunkt steht der Künstler an sich, der in verschiedenen inneren Gemütszuständen seine Geschichte durchläuft. Er ist von geradezu abartigen Obsessionen auf eine begehrte Frau befallen, die schließlich im blasphemischen Schlund einer Walpurgisnacht untergeht. Berlioz zeigt uns das Schwankende der Leidenschaft, dem der sensible Künstler schutzlos ausgeliefert ist. Für die künstlerische Bewegung der damaligen Zeit ist Berlioz' kühne „Symphonie fantastique“ ein revolutionäres Manifest, das den Weg für die Musik des 20. Jahrhunderts ebnet.

Cellist Maximilian Hornung,1986 in Augsburg geboren, erhielt mit acht Jahren seinen ersten Cello-Unterricht. Nachdem er 2005 als Sieger des Deutschen Musikwettbewerbs hervortrat, gewann er 2007 als Cellist des Tecchler Trios, dem er bis 2011 angehörte, den Ersten Preis beim ARD-Musikwettbewerb. Mit bestechender Musikalität, instinktiver Stilsicherheit und einer außergewöhnlichen musikalischen Reife eroberte er die internationalen Konzertpodien. Seine erstaunlich umfangreiche und vielseitige Diskographie umfasst sowohl Solokonzerte als auch äußerst prominent besetzte kammermusikalische Einspielungen. Gleich für sein erstes Album erhielt er den ECHO Klassik-Preis als Nachwuchskünstler des Jahres. Im Alter von nur 23 Jahren wurde er Solocellist beim BR-Symphonieorchester, einem der besten Klangkörper international und bekam im Jahr 2017 eine Professur an der Münchner Musikhochschule. 2022 wurde Hornung offiziell als neuer Intendant der Traunsteiner Sommerkonzerte vorgestellt.

Dirigiert wird das Symphoniekonzert von Marcus Bosch, einem der profiliertesten und innovativsten Köpfe der deutschen Dirigentenszene. Er stand bereits in der letzten Spielzeit am Dirigentenpult der Stadthalle und beeindruckte das Publikum mit der „Bruckner-Symphonie“.


Foto: Marco Borggreve



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