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Klaviertrio Marton, Garbowski, Hagemann

Sa 04.04.2020 , 20:00
Wo
Stadthalle
Hohgarten 478224 Singen
Veranstalter
Kultur und Tourismus Singen
Vorverkauf
Tourist Information Singen, +49 (0)7731 85-262 oder -504
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Klaviertrio Marton, Garbowski, Hagemann
Wojciech Garbowski / Bild: Piotr Bialoglowicz Klaviertrio Marton, Garbowski, Hagemann
Klaviertrio Marton, Garbowski, Hagemann
Marcus Hagemann / Bild: Y.D+®lez Klaviertrio Marton, Garbowski, Hagemann
Klaviertrio Marton, Garbowski, Hagemann
Klaviertrio Marton, Garbowski, Hagemann

Kammerkonzert

KLAVIERTRIO
Cristina Marton, Klavier
Wojciech Garbowski, Violine
Marcus Hagemann, Violoncello

FRANZ SCHUBERT (1797-1828)
aus Impromptus für Klavier solo

JOHANN SEBASTIAN BACH (1685-1750)
Partita h-Moll für Violine BWV 1002

SOFIA GUBAIDULINA (*1931)
aus 10 Préludes für Violoncello solo

PJOTR ILJITSCH TSCHAIKOWSKI (1840-1893)
Trio a-Moll für Klavier, Violine und Violoncello op. 50, „À la mémoire d’un grand artiste”

Seit nunmehr zehn Jahren finden die drei Solisten des Klaviertrios in regelmäßigen Abständen zusammen und begeistern das Publikum durch eine Ausdruckskraft, die ihresgleichen sucht. Bevor sie sich an diesem Abend mit Tschaikowskis hochromantischem Werk zum Trio zusammentun, präsentieren sie sich jeweils einzeln mit charakteristischen Solowerken.

Pianistin Cristina Martons bringt mit Impromptus von Franz Schubert jene Zwischenform, die für sich stehen und doch das Gewicht eines Sonatensatzes haben kann. Die gebürtige Rumänin unterrichtet an der Jugendmusikschule Singen sowie am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg.

Die Sonaten und Partiten für Violine solo von Johann Sebastian Bach, die dieser vermutlich in seiner Zeit als Kapellmeister in Köthen zu Studienzwecken schuf, gehören zum Kernrepertoire eines jeden Geigers – selbstverständlich auch zu dem des Krakauers Wojciech Garbowski, der neben den gängigen Musikrichtungen von Barock bis zur Gegenwart auch freie Improvisation beherrscht. Bachs Partiten orientieren sich an den französischen Tanzsuiten. In der ersten Partita in h-Moll wechseln sich die vier Tanzsätze mit jeweils einem bewegteren „Double“, einem Variationensatz, ab.

Die russische Komponistin Sofia Gubaidulina schuf mit ihren zehn Präludien Werke, die sowohl Fragen der Spieltechnik (in den Satzüberschriften gespiegelt) als auch des Ausdrucks behandeln. Sie spielen mit Gegensätzen (etwa staccato – legato) und gehen auf Themen und Material zurück, die im ersten Stück vorgestellt werden. Solistisch glänzt hier der Donaueschinger Marcus Hagemann, der sein Musikstudium durch ein Kulturmanagement- Aufbaustudium ergänzte. 2014 übernahm er die Leitung des Kulturnetzwerks Ars Baltica, das alle Länder rund um die Ostsee über die Kultur verbindet.

Peter Tschaikowskis einziges Klaviertrio op. 50 ist dem „Gedenken an einen großen Künstler“ gewidmet. Es handelt sich um den Freund Nikolaj Rubinstein, Direktor des Moskauer Konservatoriums, dem Tschaikowski vor allem mit dem ersten Satz ein tönendes Denkmal setzte. Mit seinem in weiten Bögen schwingenden Hauptsatz und der Folge von unterschiedlichsten Variationen, die ihre Kraft in einer ausladenden letzten Variation bündeln, hat das Trio wahrlich sinfonische Ausmaße. Grundlage des ausgedehnten zweiten Satzes ist ein russisches Lied, das vom Klavier allein vorgetragen wird. Stilistisch höchst vielseitig und wandelbar durchmessen die Variationen alle Höhen und Tiefen des Ausdrucks. Schließlich greift Tschaikowski ein Thema aus dem ersten Satz wieder auf und erzeugt zum Ausklang eine resignative Stimmung, in der die Trauer um den verstorbenen Freund nochmals zum Ausdruck kommt.



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