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Apollon Musagete Quartet

Fr 24.03.2023 , 20:00
Wo
Stadthalle
Hohgarten 478224 Singen
Veranstalter
Kultur und Tagung Singen
Tel. +49 (0)7731 85-504
E-Mail an den Veranstalter
Vorverkauf ab 1. August 2022
Abo-Service & Ticketing, +49 (0)7731 85-504
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Kammerkonzert

Paweł Zalejski (Violine), Bartosz Zachłod (Violine), Piotr Szumieł (Viola), Piotr Skweres (Cello)

Franz Schubert (1797-1869): Streichquartett Nr. 2, E-Dur, D353
Krzysztof Penderecki (1933-2020): Streichquartett Nr. 3
Antonín Dvořák (1841-1904): Streichquartett Nr. 10, Es-Dur, op. 51


Das polnische Apollon Musagète Quartett, benannt nach dem griechischen Gott Apollon, wurde 2006 in Wien gegründet. 2008 machte es international auf sich aufmerksam, als es den ARD-Musikwettbewerb in der Kategorie Streichquartett gewann. Die Musiker spielen die gängige Quartettliteratur von Johann Sebastian Bach bis in die Moderne mit besonderer Berücksichtigung polnischer Musik – und das zeigt sich auch beim Programm in der Stadthalle Singen.

Beim Kammerkonzert stellt das Ensemble Schuberts Quartett in E-Dur D 353 aus dem Jahr 1816 vor: Schubert ist 18 Jahre jung, spielt mit überraschenden Modulationen, ausladenden, über zwei Oktaven gespannten Themen und einem typischen „Rausschmeißer-Rondo“ im Finale. In seinen weniger bekannten „Jugend-Quartetten“ suchte der junge Komponist seinen persönlichen Stil und zeigte gleichwohl große Meisterschaft und Leidenschaft.

Der 2020 verstorbene polnische Komponist Krzysztof Penderecki komponierte in den 1960er- Jahren zwei Streichquartette, die der musikalischen Avantgarde angehören. Ganz anders das dritte, es entstand im Jahr 2008 und wurde am 75. Geburtstag des Komponisten uraufgeführt. Es verweist mit seinem Titel „Blätter eines nicht geschriebenen Tagebuchs“ auf autobiographische Zusammenhänge. Aus einem vollen Anfangsakkord löst sich die Bratsche heraus, sie tritt immer wieder in den Vordergrund. Der bohrende Charakter eines Dreiertakts, der ins Stocken gerät, erinnert an Schostakowitsch, zerbrechlich wirkende Klänge und große Intensität andererseits zeigen vielschichtige Facetten dieses durchkomponierten, in mehrere Abschnitte gegliederten Werks.

Wie viele seiner Landsleute war auch Antonín Dvořák schon als Kind hochmusikalisch, spielte Geige und war Mitglied im örtlichen Musikverein. 1877 wurde Johannes Brahms auf ihn aufmerksam und setzte sich für ihn und die Drucklegung seiner Werke ein. Mit den auch heute noch beliebten "Slawischen Tänzen" gelang ihm 1878 der internationale Durchbruch. Das Florentiner Streichquartett wünschte sich daraufhin vom Komponisten ein dezidiert slawisches, eingängiges Werk. Immer wieder kann man sich in diesem 10. Streichquartett verzaubern lassen von den innigen Melodien, ihrer Melancholie, ihren Wechseln zu schnelleren Tänzen.

Foto: Marco Borggreve



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