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Vogler-Quartett + Christoph Enzel (Saxophon)

Sa 09.11.2019 , 20:00
Wo
Stadthalle
Hohgarten 478224 Singen
Veranstalter
Kultur und Tourismus Singen
Vorverkauf
Tourist Information Singen, +49 (0)7731 85-262 oder -504
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Vogler-Quartett + Christoph Enzel (Saxophon)
Chrstioph Enzel / Bild: Boris Streubel Vogler-Quartett + Christoph Enzel (Saxophon)

Kammerkonzert

VOGLER-QUARTETT
Tim Vogler, Violine
Frank Reinecke, Violine
Stefan Fehlandt, Viola
Stephan Forck, Violoncello
und CHRISTOPH ENZEL (Alt-Saxophon)

Agentur Vivace, Mühlenbecker Land

JOSEPH HAYDN (1732-1809)
Streichquartett C-Dur op. 20 Nr. 2 Hob. III:32 „Sonnenquartett“

ROBERT SCHUMANN (1810-1856)
Streichquartett A-Dur op. 41 Nr. 3

ADOLF BUSCH (1891-1952)
Quintett für Alt-Saxophon und Streichquartett op. 34 (1925)


Die sechs „Sonnenquartette“ op. 20 von Joseph Haydn entstanden 1772 und brachten innerhalb der noch jungen Gattung Streichquartett neue Aspekte. So erhält der Finalsatz mehr Gewicht, im hier gespielten C-Dur-Quartett etwa durch eine spritzige vierstimmige Fuge. Der Name ergab sich durch die Titelblattvignette des Erstdrucks. Doch geht mit dieser Quartettserie durchaus auch die Sonne auf, indem Haydn neue Wege vom schlichteren Divertimento zum kunstvoll gesetzten Streichquartett beschreitet.

Bis 1839 hatte Robert Schumann fast ausschließlich für das Klavier komponiert. Nach der Heirat mit Clara Wieck folgte ein „Liederjahr“, danach konzentrierte er sich auf die Symphonik. Im Frühjahr 1842 studierte er schließlich Streichquartette der Wiener Klassiker und begann mit der Komposition seines ersten Quartetts. Bereits 6 Wochen später waren alle drei Quartette abgeschlossen. Er selbst empfand sie „wie drei Kinder, die kaum geboren und doch schon perfekt und wunderbar sind.“ Gewidmet sind sie dem viel bewunderten Freund Felix Mendelssohn Bartholdy. Mögen auch Studien der Beethovenquartette prägend gewesen sein, so ist die Handschrift des leidenschaftlichen Romantikers, wie wir sie aus den Klavierwerken und Liedern kennen, doch deutlich.

Adolf Busch, der Sohn des deutschen Geigenbauers Wilhelm Busch und Bruder des Dirigenten Fritz Busch, war einer der berühmtesten Geiger seiner Zeit und Primarius des Busch-Quartetts. Dazu schuf er eine Reihe von Kompositionen, unter denen zahlreiche Kammermusikwerke sind. Busch ließ sich 1927 aus Protest gegen das nationalsozialistische Regime in Riehen bei Basel nieder. 1939 wanderte er in die USA aus und bildete mit seinem Schwiegersohn, dem Pianisten Rudolf Serkin, und seinem Bruder Hermann ein Klaviertrio. Außerdem gründete er 1951 das Marlboro Music Festival. Außergewöhnlich in seiner Besetzung ist das Quintett für Saxophon und Streichquartett aus dem Jahr 1925, das stilistisch an die Spätromantik von Brahms und Reger anknüpft.

Das Vogler-Quartett wurde 1985 gegründet und spielt seitdem in unveränderter Besetzung zusammen. Mit kammermusikalischer Intelligenz, spieltechnischer Souveränität und interpretatorischem Feingefühl lässt es einen unverkennbaren Streichquartettklang entstehen, der dank der lebendigen Ensemblekultur immer neue Perspektiven gewinnt. In der Stadthalle Singen bereichert Christoph Enzel das Programm mit seinem Saxophonspiel. Der Musiker hat rund 100 Werke für unterschiedlichste Besetzungen arrangiert.

Bilder: Özgür Albayrak/ Boris Streubel



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